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Strompreis 2027: Warum Unternehmen jetzt auf den Terminmarkt schauen sollten

Das Jahr 2027 scheint noch weit entfernt. Am Strommarkt wird es längst gehandelt.

Strompreis 2027: Warum Unternehmen jetzt auf den Terminmarkt schauen sollten

Unternehmen, deren Stromverträge 2027 auslaufen oder die neue Mengen beschaffen müssen, sollten deshalb nicht erst wenige Wochen vor Lieferbeginn auf den Markt schauen. Denn die Preise für zukünftige Lieferjahre verändern sich bereits heute – teilweise deutlich.

Strom für 2027 ist zuletzt teurer geworden

Der Terminmarkt hat im August 2026 spürbar angezogen. Der deutsche Baseload-Kontrakt für das Lieferjahr 2027 startete Anfang August bei rund 102 Euro/MWh und erreichte zum Monatsende 117,10 Euro/MWh. Am 1. September lag er bereits bei 119,90 Euro/MWh. Das entspricht einem Anstieg von rund 18 Euro/MWh innerhalb weniger Wochen.

Auch die weiter entfernten Lieferjahre sind gestiegen – allerdings weniger stark. Das zeigt: Der Markt bewertet die Risiken für 2027 derzeit höher als für die Folgejahre.

Warum steigt der Preis für 2027?

Terminmarktpreise spiegeln Erwartungen wider. Händler bewerten heute, wie sich Stromangebot, Nachfrage und Erzeugungskosten in Zukunft entwickeln könnten.

Aktuell spielen dabei unter anderem Gaspreise, geopolitische Risiken, Kraftwerksverfügbarkeit, CO₂-Kosten sowie die erwartete Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien eine Rolle. Im zweiten Quartal 2026 waren bereits die kurzfristigen Großhandelspreise deutlich gestiegen: Der durchschnittliche Day-Ahead-Preis lag 35,1 Prozent über dem Vorjahresquartal.

Der Terminmarkt reagiert auf solche Entwicklungen – und auf Erwartungen darüber, wie lange sie anhalten könnten.

Was bedeutet der Terminmarkt für Unternehmen?

Am Terminmarkt können Strommengen bereits heute für zukünftige Zeiträume gehandelt werden. Neben Jahresprodukten gibt es unter anderem Monats- und Quartalsprodukte. Damit lassen sich Preise beziehungsweise Beschaffungskosten für zukünftige Lieferperioden frühzeitig absichern.

Das schafft Planungssicherheit. Es bedeutet aber nicht automatisch, dass eine möglichst frühe Beschaffung immer die günstigste Entscheidung ist.

Denn auch ein heute hoher Terminmarktpreis kann wieder fallen.

Unsere Einschätzung bei Schnellstrom

Wir würden die aktuelle Entwicklung für 2027 nicht als Signal verstehen, jetzt jede Strommenge sofort vollständig einzudecken. Sie ist aber ein klares Signal, den Markt nicht erst kurz vor Vertragsende zu beobachten.

Der schnelle Preisanstieg im August zeigt, wie viel sich innerhalb weniger Wochen verändern kann. Wer ausschließlich auf einen einzigen Beschaffungszeitpunkt setzt, ist entsprechend stark von genau diesem Marktzeitpunkt abhängig.

Für größere Stromverbraucher kann es deshalb sinnvoll sein, verschiedene Möglichkeiten zu prüfen: eine frühzeitige Absicherung, eine Beschaffung in mehreren Schritten oder eine Kombination aus Terminmarkt und flexibleren Bestandteilen.

Welche Variante passt, hängt von Verbrauch, Risikobereitschaft und gewünschter Planungssicherheit ab.

Warten oder für 2027 bereits beschaffen?

Eine pauschale Antwort gibt es nicht.

Wer vor allem Budgetsicherheit benötigt, bewertet einen gesicherten Preis anders als ein Unternehmen, das Marktschwankungen bewusst akzeptieren kann. Auch die Höhe des Jahresverbrauchs und das Lastprofil spielen eine Rolle.

Aus unserer Sicht ist deshalb nicht die Frage „Ist heute der perfekte Zeitpunkt?“ entscheidend. Einen perfekten Zeitpunkt erkennt man meist erst im Nachhinein.

Die bessere Frage lautet:

Welche Preisentwicklung kann unser Unternehmen tragen – und welche Mengen möchten wir zu welchem Zeitpunkt absichern?
Genau hier beginnt strategische Strombeschaffung.

Strombeschaffung 2027 frühzeitig prüfen

Für Gewerbe- und Industriekunden ab 100.000 kWh Jahresverbrauch lohnt es sich, die Entwicklung für 2027 bereits jetzt im Blick zu behalten.

Nicht, weil Unternehmen zwangsläufig heute kaufen sollten. Sondern weil ein früher Marktüberblick mehr Möglichkeiten lässt, auf Preisbewegungen zu reagieren.

Schnellstrom beobachtet Spot- und Terminmärkte und prüft gemeinsam mit Unternehmen, welche Beschaffungsstrategie zu Verbrauch, Lieferzeitraum und gewünschter Preissicherheit passt.

→ Strompreis und Beschaffungsmöglichkeiten für 2027 prüfen

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Für Unternehmen ab 100.000 kWh

Wir analysieren Verbrauch, Lastprofil und Risikobereitschaft und entwickeln daraus eine Beschaffungsstrategie, die zu Ihrem Unternehmen passt.

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Quellen: Bundesnetzagentur/SMARD – Großhandelspreise und Strommarkt Q2 2026 / EEX – German Power Markets / ISPEX Energiemarkt-Kommentar September 2026 auf Basis von EEX-Daten.

Zuletzt aktualisiert am 29. September 2026 · Schnellstrom Redaktion
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