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Warum die Strompreise langfristig hoch bleiben könnten

Eine McKinsey-Analyse sieht die Stromkosten in Deutschland dauerhaft auf hohem Niveau – Treiber sind die Systemkosten, nicht die Erzeugung. Was das für Unternehmen heißt.

Steigende Balken mit einer Trendlinie nach oben, davor eine Lupe mit Blitzsymbol

Die Strompreise haben sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Wettbewerbsfaktoren für Unternehmen entwickelt. Eine aktuelle Analyse des Beratungsunternehmens McKinsey kommt zu dem Ergebnis, dass die Stromkosten in Deutschland auch in den kommenden Jahren auf einem vergleichsweise hohen Niveau bleiben könnten. Als wesentliche Ursache nennt die Studie nicht die Stromerzeugung selbst, sondern vor allem die steigenden Systemkosten des Energiesystems.

Auf den ersten Blick mag das überraschen.

Erzeugung

Wird günstiger

Strom aus Wind- und Solaranlagen wird immer günstiger erzeugt.

Systemkosten

Steigen weiter

Gleichzeitig steigen die Anforderungen an Netze, Speicher, Reservekapazitäten und die Integration erneuerbarer Energien.

Diese Kosten wirken sich zunehmend auf den Gesamtstrompreis aus und gewinnen gegenüber dem eigentlichen Energiepreis an Bedeutung.

Für Unternehmen bedeutet das, dass sich der Blick auf den reinen Arbeitspreis allein immer weniger lohnt. Wer seine Energiekosten langfristig optimieren möchte, sollte die gesamte Beschaffungsstrategie betrachten. Dazu gehören unter anderem der richtige Einkaufszeitpunkt, das passende Vertragsmodell sowie eine kontinuierliche Beobachtung der Energiemärkte.

Hinzu kommt, dass der Strommarkt künftig voraussichtlich noch dynamischer wird. Mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien nehmen wetterbedingte Preisschwankungen an den Strombörsen zu. Unternehmen, die flexibel auf Marktbewegungen reagieren können oder ihre Beschaffung professionell strukturieren, können daraus Vorteile ziehen.

Unsere Einschätzung

Ob die Strompreise kurzfristig steigen oder fallen, lässt sich seriös nicht vorhersagen. Klar ist jedoch: Die Rahmenbedingungen des Energiemarktes verändern sich kontinuierlich. Für Unternehmen gewinnt deshalb eine strategische Strombeschaffung weiter an Bedeutung.

Merksatz

Der günstigste Strompreis entsteht heute selten durch Zufall. Entscheidend ist, wie und wann Energie beschafft wird. Eine regelmäßige Überprüfung der eigenen Beschaffungsstrategie kann deshalb ebenso wichtig sein wie der Vergleich aktueller Angebote.

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Quellen

  1. McKinsey: 90 Milliarden Euro Systemkosten – deutsche Strompreise bleiben strukturell hoch (Strommarktreport 2026, 26.02.2026)mckinsey.de
  2. energie.de: Stromkosten – Studie prognostiziert auch künftig weiter hohe Preise (02.03.2026)energie.de
Zuletzt aktualisiert am 26. August 2026 · Schnellstrom Redaktion
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